Verlustabzug beim Gesellschafterwechsel doch möglich?

von Wolfgang Sietzy

Verlustabzug beim Gesellschafterwechsel doch möglich?

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§ 8 c des Körperschaftsteuergesetzes regelt, dass ein Verlustvortrag bei Kapitalgesellschaften ganz verloren geht, wenn mehr als 50 % der Gesellschaftsanteile wechseln. Bei einem Gesellschafterwechsel zwischen 25 und 50 % geht der Verlustvortrag anteilig verloren. Das Finanzgericht Hamburg hält diese Vorschrift für verfassungswidrig (Beschluss vom 29.08.2017, Az.: 2 K 245/17) und hat deshalb das Bundesverfassungsgericht um Klärung gebeten. Nun bleibt die Entscheidung der obersten Richter abzuwarten. Bis dahin sollte in vergleichbaren Fällen dafür Sorge getragen werden, dass Steuerbescheide nicht rechtskräftig werden.

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