Eigenkapitalersetzende Finanzierungshilfen steuerlich nicht mehr absetzbar

von Wolfgang Sietzy

Eigenkapitalersetzende Finanzierungshilfen steuerlich nicht mehr absetzbar

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Bisher konnte ein Gesellschafter, der im Insolvenzverfahren als Bürge für Gesellschaftsverbindlichkeiten in Anspruch genommen wurde, seine Aufwendungen wenigstens bei der Steuer als nachträgliche Anschaffungskosten geltend machen. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat jedoch mit Urteil vom 11.07.2017 (Az.: IX R 36/15) entschieden, dass dies zukünftig nicht mehr geht. Der BFH hat entschieden, dass bereits durch das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts vom 23.10.2008 ein Gesellschafter seine Darlehen im Insolvenzfalle nur nachrangig geltend machen kann. Damit sei dann auch die Grundlage entfallen, nachträgliche Anschaffungskosten bei solchen Darlehen (und auch bei vergleichbaren Leistungen als Bürge) anzunehmen. Ein kleines Trostpflaster hat der BFH jedoch zugelassen. Wer solche Leistungen vor dem Tag der Veröffentlichung des Urteils, dem 27.09.2017, erbracht hat, darf diese noch steuerlich geltend machen („Vertrauensschutz“).

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