Bundesfinanzhof rettet Steuerfreiheit bei Verkauf von Ferienwohnungen

von Wolfgang Sietzy

Bundesfinanzhof rettet Steuerfreiheit bei Verkauf von Ferienwohnungen

© Gesina Ottner / Fotolia

Der Bundesfinanzhof (BFH) stellt klar, dass auch Ferien- und Zweitwohnungen die Voraussetzungen erfüllen, um steuerfrei veräußert werden zu können, wenn sie im Jahr der Veräußerung und den beiden davorliegenden Jahren ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden. Diese ausschließliche Nutzung hatte zuvor das Finanzgericht Köln noch verneint, da solche Wohnungen ja nicht durchgehend selbstgenutzt werden und daher einen Spekulationsgewinn angenommen. Die Leerstandszeiten stören aber die Steuerfreiheit nicht, nur eine teilweise Fremdvermietung wäre schädlich, so der BFH in seinem jetzt amtlich veröffentlichten Urteil vom 27.06.2017 (Az.: IX R 37/16). Klarstellend urteilte der BFH in seiner Entscheidung auch, dass die vom Gesetzgeber für die Steuerfreiheit geforderte ausschließliche Selbstnutzung im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren nicht bedeutet, dass im ersten und dritten dieser Jahre jeweils 12 Monate lang eine Selbstnutzung vorliegen muss. Somit reicht es aus, wenn z.B. eine Immobilie vom 25.12. des Jahres 01 bis zum 03.01. des Jahres 03 selbstgenutzt – oder, wie bei Ferienwohnungen üblich – mit Unterbrechnungen selbst genutzt wurde, um die Steuerfreiheit beim Verkauf zu sichern.    

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