Buchhalter darf keine Umsatzsteuervoranmeldungen erstellen

von Wolfgang Sietzy

Buchhalter darf keine Umsatzsteuervoranmeldungen erstellen

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Der Bundesfinanzhof stärkt das Berufsrecht der Steuerberater. Nach dem Urteil vom 07.06.2017 (Az.: II R 22/15) darf ein Buchhalter mit früherer Ausbildung zum Steuerfachangestellten keine Umsatzsteuervoranmeldungen für Auftraggeber erstellen. Dies bleibt den Angehörigen der steuerberatenden Berufe (Steuerberater) vorbehalten. Selbst dann, wenn die freiberuflichen Buchhalter Buchhaltungsprogramme verwenden, die automatisch die Daten für die Umsatzsteuervoranmeldungen berechnen, dürfen dennoch diese Daten nicht von den Buchhaltern an das Finanzamt übermittelt werden. Bei der Buchhaltung dürfen diese „Nicht-Berufsangehörigen“ helfen, aber nicht bei der Erfüllung der steuerlichen Pflichten ihrer Auftraggeber gegenüber dem Finanzamt mitwirken. Im Ergebnis bedeutet dies, dass von solchen Buchhaltungsbüros gegenüber dem Finanzamt vorgenommene Handlungen keine steuerliche Wirkung entfalten, insbesondere also auch keine Fristen in Gang setzen. Haftpflichtansprüche gegenüber dieser Personengruppe sind aufgrund häufig unzureichender Berufshaftpflichtversicherungen ohnehin oft nur schwer durchsetzbar.

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