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BGH hilft Anlegern bei Widersprüchen zwischen Beratungsinhalt und Zeichnungsschein

von Wolfgang Sietzy

BGH hilft Anlegern bei Widersprüchen zwischen Beratungsinhalt und Zeichnungsschein

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Der Bundesgerichtshof (BGH) bleibt bei seiner generell recht anlegerfreundlichen Rechtsprechung. Konkret ging es in dem Urteil vom 23.03.3017 (Az.: III ZR 93/16) um eine Anlegerin, die eine Anlage für die Altersvorsorge erwerben wollte. Die Anlage war ihr als risikolos und sicher empfohlen worden, tatsächlich war das Investment aber spekulativ und daher für die Altersvorsorge nicht geeignet. In dem nach der Beratung unterzeichneten Zeichnungsschein waren im Kleingedruckten Hinweise auf bestehende Risiken enthalten. Die Klägerin hatte diese Hinweise bei der Unterzeichnung aber nicht gelesen. Der BGH machte ihr daraus keinen Vorwurf. Zumindest sei keine „grobe Fahrlässigkeit“ der Anlegerin gegeben. Daher wurde ihr Schadensersatz wegen einer Beratungspflichtverletzung zugesprochen.   

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